Stadtführung


Vor vielen Jahrhunderten war das „Heilige Land” der Schauplatz blutiger Kämpfe zwischen christlichen Rittern und den Arabern. Diese Ereignisse sind heutzutage in der Geschichte als Kreuzzüge bekannt. Nur wenige Menschen wissen, dass nachdem die Kreuzritter von Jerusalem vertrieben wurden, der Deutsche Ritterorden nach Siebenbürgen kam. Der damalige König von Ungarn stelle ihm das Gebiet um die heutige Stadt Kronstadt/Braşov als Lehen zur Verfügung und verlangte den Bau von Festungen und die Besiedlung mit deutschen Kolonisten als Gegenleistung. Der Vertrag wurde zum Teil erfüllt, die verlangten Kollonistenorte entstanden, darunter auch die spätere Kronstadt.

Den Aufstieg zu Siebenbürgens größten Stadt erfolgte im 14.Jh und war dem Fernhandel zu verdanken. Der Anstieg der Einwohnerzahl und ihres Reichtums, die Absicht der katholischen Kirche, an der Ostgrenze ihres europäischen Machtbereiches ein überzeugendes Zeichen zu setzen, ließen den größten Kirchenbau entstehen, die spätere Schwarze Kirche.

Wir werden dieses eindrucksvolle Baudenkmal, den Marktplatz mit dem alten Rathaus und der Markthalle, das Schnurgässchen und das Katharinentor besichtigen. Die alten Stadtmauern und Türme sind noch in einem guten Zustand und sind besuchenswert.

Die Schei/Obere Vorstadt ist der älteste Teil der Stadt und wurde von Rumänen und Bulgaren lange vor ihrer urkundlichen Erwähnung besiedelt. In diesem Stadtteil werden wir die älteste rumänische Schule in Siebenbürgen, in dem ein sehr interessantes Museum untergebracht ist, besichtigen, und die Nikolauskirche.