Stadtführung


Wer Rumänien kennenlernen will, kommt an der Hauptstadt Bukarest nicht vorbei. Selbst wenn viele damit nicht einverstanden sind, ist Bukarest die Syntese des Landes und die Bukarester Landsleute aus allen Provinzen, die sich dem Rythmus einer zwei Millionen Stadt angepaßt haben.

In drei bis vier Stunden werden wir eine Übersicht der Sehenswürdigkeiten bekommen.

Beginnen sollten wir mit der Calea Victoriei. Ihr entlang reihen sich die Prachtbauten der zweiten Hälfte des 19.Jh., als sich Bukarest den Weg zur Hauptstadt des jungen Rumänien suchte. Gedenkhäuser in ehemaligen Adelspalästen, berühmte Lokale und Hotels, Königspalast und Postamt als Museen von nationaler Bedeutung, Armeeclub, Universitätsbibliothek und Konzerthaus der Philharmonie stehen direkt an der wichtigsten Nord-Südachse der Stadt. Jede seitliche Abweichung erweitert die Liste der Sehenswürdigkeiten ins endlose.

Das nächste Thema könnte die kommunistische Vergangenheit sein. Der heutige Parlamentspalast, in den 80’er Jahren als „Haus des Volkes“ geplant und begonnen, ist nur die Krönung eines größeren Projektes zur Schaffung der neuen Hauptstadt für den von der Partei und Staatspräsident Ceuşescu angestrebten neuen Mensch. Die riesigen Wohnviertel aus Plattenbauten sagen heute noch viel aus über die Lebensqualität im Kommunismus. Revolutionsplatz, das Gebäude des Zentralkomitees der RKP und Universitätsplatz lassen die Ereignisse von Dezember 1989 wieder Revue passieren.
Der Patriarchieberg mit Patriarchepalast und Kirche, die Baustelle der zukünftigen Kathedrale der Volkserlösung und die unzähligen orthodoxen Kirchen lassen Bukarest als Hochburg der rumänischen Orthodoxie erscheinen. Die vielen Kirchen und Gebetshäuser andere Konfessionen und Religionen sind ein Bild der Vielfalt der Ethnien, die in Bukarest lebten und leben.